Viele autistische Menschen berichten von intensivem Stress, Bindungsschwierigkeiten und dem Gefühl, von sich selbst und anderen getrennt zu sein. Doch wie lassen sich Stressfolgen von genetisch bedingten Autismussymptomen unterscheiden? Und wie prägen frühe Bindungserfahrungen die Entwicklung von Autismus? Diesen Fragen geht der Autor mit diesem Buch konsequent auf den Grund. Er verknüpft aktuelle Erkenntnisse aus Neurobiologie, Psychotraumatologie, Stressforschung und Bindungstheorie zu einem neuen, integrativen Verständnis von Autismus. Im Zentrum steht dabei sein innovatives Vier-Komponenten-Modell, das Autismus nicht als rein genetische Disposition begreift, sondern als dynamisches, durch Stress und Beziehungserfahrungen mitgeprägtes Phänomen. Dieser Ansatz eröffnet neue Horizonte für Verständnis und Behandlung. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der frühen Bindungsdynamik zwischen autistischem Kind und dessen Eltern. Der Autor beschreibt eindrücklich, wie ein überfordertes Nervensystem mit Übererregung, Dissoziation oder Fragmentierung reagiert & und illustriert anhand einleuchtender Kreisläufe, wie Betroffene den Weg zurück zu Sicherheit, Regulation und Verbundenheit finden können.