»Schreiben heißt Aufheben?« Eva Demski -
Gedichte, Kurzgeschichten und Erzählungen sind wirklich ganz besondere Werkstücke, denn das Medium dieser Kunstform ist allein Sprache, Schrift und Text.
Das Landesprogramm »SchreibKunst - Schüler schreiben mit Autoren« des Hessischen Kultusministeriums bietet Schülerinnen und Schülern nicht nur Raum und Zeit, sondern auch ein professionelles Coaching, das weit über das übliche Maß ästhetisch-literaler Bildungsangebote hinausgeht.
Renommierte Autoren wie Sherko Fatah, Thomas Hettche, Dalibor Markovic und Lars Ruppel und Autorinnen wie Silke Scheuermann, Dominique Macri, Dilek Güngör, Anne Reinecke und Eva Demski führten in diesem Rahmen an hessischen Schulen Schreibwerkstätten durch. Die harte Arbeit der Schüler und Schülerinnen, nämlich das wiederholte Überarbeiten, Streichen, Verdichten, ja das Feilen am Text, ist vergleichbar mit der Arbeit eines bildenden Künstlers an seiner Skulptur, die schließlich in einer Ausstellung mit schöner Vernissage der Öffentlichkeit präsentiert wird. Geschriebenes will aber gedruckt und gelesen werden! Diese Buchpublikation ist - im Sinne eines bewahrenden Archivs wertvoller Gedanken und Geschichten - für jeden Teilnehmer eine große Ehre und Anerkennung, oder um mit Robert Gernhardt zu sprechen: Wer schreibt, bleibt?!
Eine bunte Mischung von Prosatexten und Gedichten von Schülerinnen und Schülern -
Mit individueller Unterstützung durch renommierte Autorinnen und Autoren konnten Jugendliche den ganzen Schaffensprozess kreativen Schreibens hautnah erfahren: Sie fanden ihre eigenen Themen, verfassten Entwürfe, verwarfen Ideen und setzten wieder an. In 19 analogen und 22 digitalen Schreibwerkstätten, in zahlreichen
Videokonferenzen und Telefonaten zur Feinabstimmung verfolgten 297 Schülerinnen und Schüler über gut zwei Jahre ihr persönliches Literaturprojekt. Gewissenhaft haben sie ihre Idee mit Leben gefüllt...
Eine Vielzahl literarischer Genres ist in diesem Buch versammelt,und zur Sprache kommen neben philosophischen Fabeln auch witzige Gedichte, dadaistische Sprachspielereien und spannende Kurzkrimis. Sogar Romananfänge gibt es, die von einer kritischen und gleichwohl dem Leben zugewandten Sicht auf die Welt zeugen. (Aus dem Vorwort)